Selten hat das Wetter uns einen solchen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber trotzdem - der Luftsportring Aalen hat gefeiert, die Zuschauer und Gäste sind gekommen und die Stimmung war gut.

Obwohl der Sonntag komplett ins Wasser fiel. Am Samstag konnten wir ein tolles Flugprogramm präsentieren. Zum ersten Mal seit dem der Luftsportring Aalen Flugplatzfeste feiert, war ein richtiger Düsenjäger zu Gast in Elchingen. Ein sehr breit gefächertes Showprogramm hat die Zuschauer fasziniert.

Auch zu Gast auf unserem Flugplatz, der Aalener Oberbürgermeister Thilo Rentschler. Er taufte gleich zum Auftakt des Festes, am Samstag, unseren Doppelsitzer Duo Discus XLT auf den Namen „Stadt Aalen“.

Segelflugzeuge des Luftsportrings Aalen mit den Namen „Stadt Aalen“ oder „Spion von Aalen“ getauft, haben eine lange Tradition. Das erste Flugzeug, welches den Namen „Spion von Aalen“ trug, war ein Schulgleiter vom Typ SG-38. Taufpatin im Jahr 1952 war Charlotte Schübel, die Gattin des damaligen Aalener Oberbürgermeister. Inzwischen sind es 8 Flugzeuge die den Namen „Aalen“ in die Lüfte über Süddeutschland tragen.

Traditionell bei Flugzeugtaufen wird immer ein Glas Sekt über die Rumpfnase der Flugzeuge vergossen. Verbunden mit den besten Wünschen. Thilo Rentschler hat im Beisein des Vorstandvorsitzenden des LSR Aalen Dr. Helmut Albrecht, Heinrich Steinhart (zweiter Vorsitzender des Luftsportrings Aalen) und von Elchingens Ortsvorsteher Nikolaus Rupp auf die guten und engen Beziehungen zwischen der Stadt Aalen und des Vereins hingewiesen. Nach dem Taufakt und den Glückwünschen erfolgte dann der obligatorische Taufflug. Rentschler tauschte Sacko und Krawatte gegen den Rettungsfallschirm und nahm in dem Segelflugzeug Platz. Rund 30 Minuten dauerte der Tauf-Flug. Mit strahlenden Augen stiegt der Aalener OB aus dem Segelflugzeug aus.

Obwohl das Wetter am Sonntag keinen Flugbetreib zuließ kamen erstaunlich viele Gäste auf den Flugplatz. Schnitzel, Schweinebraten und Würstchen haben geschmeckt. Die Kaffee- und Kuchen Crew war im Dauereinsatz. Mario Selss war der einzige Pilot der in die Luft kam, wenn auch nur für Sekunden. Wilhelm Heinz machte mit der Mustang einen Standlauf. Die Zuschauer dankten es mit Applaus.

weitere Bilder folgen in Kürze ...

Wenn der Luftsportring Sommerfest feiert, werden traditionell auch langjährige Mitglieder für ihre Vereinszugehörigkeit geehrt.

Vorstandvorsitzender Dr. Helmut Albrecht und unser Schriftführer Arnim Schaffitzel ehrten 

für 25 Jahre Mitgliedschaft im LSR:
für 40 Jahre Zugehörigkeit:
Robert Haag

Georg Hartig

Arnold Speier
Ralph Rainer

Tobias Brandstetter

Hans Bauder

 

 

Volker Hergesell, Stefan Hupp, Heinrich Lutz , Rolf Mayer  und Axel Matthes waren leider verhindert.

 

Allen Jubilaren gilt ein herzlicher Glückwunsch.

Thomas Mannal, Florian Vogelmann und Jochen Appt haben auf dem Klippeneck erfolgreich den Motorenwart Lehrgang des BWLV absolviert. In solchen Lehrgängen geht es um die Vermittlung von speziellen Kenntnissen zu Motoren in Luftfahrzeugen mit Einspritzanlagen und /oder Ladersystemen. Damit können die drei jetzt im Verein an der Wartung und Pflege der UL- und Motorseglermotoren aktiv mitarbeiten. Ganz praktisch: Bei Fragen ist Hans Hörber, der Lehrgangsleiter, auch immer in der Nähe. Schließlich ist er ja auch Mitglied im LSR Aalen.

Grandioser Doppelerfolg für die Segelflugpiloten des Luftsportrings Aalen

Als Deutscher Meister standen die Aalener Segelflugpiloten bereits zwei Wochen vor Ende der 2017er Saison fest. Seit Ende August ist klar: Sie haben auch die OLC-World-League gewonnen.
Das ist die Champions-League im Segelflug. Der Luftsportring Aalen ist damit Weltmeister!!!

Am letzten Wochenende der Segelflug-Bundesliga, am 19.-20. August 2017, haben die Meister vom Härtsfeld nochmal alles gegeben. Geschickt hatten sie sich abgesprochen und ihre Flugstrecken in verschiedenen Regionen gelegt.
Als erstes ist Erwin Ziegler mit seiner ASW-22 gestartet. Er konnte über Funk den Kameraden, die noch am Boden warteten, wertvolle Tipps übermitteln. Kurz nach zwölf sind dann die anderen Elchinger gestartet.
Erwin Ziegler (Aalen) war in dieser Saison einer der Garanten für den Luftsportring Erfolg. Der Zweite ist Steffen Schwarzer (Ebnat). Josef Blümle (Lippach) flog mit den anderen Beiden über den schwäbisch-fränkischen Wald, den Kraichgau bis in die Rheinebene vor Karlsruhe. Dann auf einem langen „Schenkel“ mit Rückenwind, das macht schnell, bis weit in den Osten, Richtung Rhein-Main-Donau-Kanal. Ziegler flog sogar bis Regensburg.
Peter Aigen (Zang), Johannes Böckler (Günz) und Michael Kost (Stuttgart) wählten eine Strecke entlang der Donau. Von Elchingen über Dillingen, Ulm bis Richtung Riedlingen. Böckler sogar noch weiter bis Tuttlingen. Dann wieder Richtung Osten bis nach Ingolstadt.

Manfred Streicher (München), Thomas Mannal (Zang) und Bernhard Krieg (Bargau) wählten eine Flugroute nach Nordosten.

Alle Varianten erwiesen sich als gut. Die meisten Punkte erreichte Erwin Ziegler mit einem Schnitt von 140 km/h! Johannes Böckler flog mit 132 km/h in die Punkte und Thomas Mannal kam auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 127 km/h.

Dann war erst mal Warten angesagt. Auf den Deutschen Meister-Titel haben sie dann am Abend schon angestoßen. Die Meldung kam dann am Vormittag des 21. August: Mit 21 Punkten Vorsprung vor dem Cape Gliding Club aus Südafrika hat der Luftsportring Aalen den Weltpokal erflogen. Was für ein Erfolg! (Die World League der Südhalbkugel findet von Oktober des Vorjahres bis April statt)

Hinter den Ostalb-Piloten liegen die großen Luftsportvereine und ihre Piloten aus Südafrika, Australien, den USA und Neuseeland. Das sind normalerweise die Segelflugparadiese von denen hier die Segelflieger träumen, einmal dort zu fliegen. Und in diesem Jahr gewinnt der LSR Aalen. Ob ein Luftsporttourismus damit auf dem Härtsfeld eintritt bleibt zu bezweifeln, aber der Sieg des Luftsportrings macht den Verein, das Härtsfeld und natürlich die Ostalb in der weltweiten Segelfliegerszene noch bekannter.

Über die ganze Saison (der Nordhalbkugel), die im April beginnt, waren immer 5–10 Piloten mit ihren Segelflugzeugen am Start, um für den Luftsportring auf Punktejagd zu gehen. In diesem Jahr war zudem den LSR Piloten das Wetter zur Seite gestanden. Während in den vergangenen Jahren oft im Norden der Republik das Flugwetter besser war, hatten die Vereine südlich der Mainlinie 2017 Fortune.

So konnten die Elchinger Segelflieger jedes Wochenende fliegen, auch bei Wetterlagen, an denen vielleicht das eine oder andere Mal sonst nicht geflogen worden wäre. „Da möcht' ich meiner Frau wirklich mal danke sagen!“ so Peter Aigen. In vergangenen Jahren ist mindestens an einem oder gleich mehreren Wochenenden das Hallentor geschlossen geblieben – da konnte man Zuhaus’ auch so manches dringende erledigen. Dieses Jahr ließ Petrus den aktiven Piloten kein privates Wochenende.

Seit Runde Acht haben die Aalener Piloten des Luftsportrings die Tabelle in Deutschland angeführt und nicht mehr abgegeben. Dabei konnten sie zwei Rundensiege erfliegen. 277 Punkte waren es am Ende, vor Donauwörth (234) und Bayreuth (204). Zweihundertsiebenundsiebzig Punkte - Das ist eine der höchsten Punktzahlen der letzten Jahre und spricht eindeutig für die Geschwindigkeit mit der die Segelflugpiloten vom Härtsfeld in dieser Saison unterwegs waren.

Als Punktegaranten haben sich besonders Erwin Ziegler, Steffen Schwarzer, Markus Frank, Wolfgang Gmeiner und Johannes Böckler erwiesen. Aber Segelfliegen ist auch ein Mannschaftssport. Dieter Walz, Thomas Winter, Manfred Streicher und Josef Blümle waren oft mit dabei. Oft sind die Piloten im Team geflogen und haben sich gegenseitig „schneller gemacht“. Und die Luftsportring Jugend hat auch ihren Anteil am Erfolg: Maximilian Grandy (Elchingen) und Thomas Mannal (Zang) haben ebenfalls zu den Punkten, und damit zum Sieg, beigetragen. Manfred Streicher, der Segelflugreferent des Luftsportrings Aalen freut sich über die tolle Teamleistung: „Dieser Sieg wird dem Luftsportring noch mehr Aufmerksamkeit einbringen. Der LSR-Aalen ist der größte Luftsportverein in Baden-Württemberg. Und sein eigener Flugplatz in Elchingen ist einmalig. Die Bundesliga und jetzt auch die World-League sind ein großer Ansporn für den eigenen Ehrgeiz und haben dem Segelflug im Luftsportring in den letzen Jahren dadurch eine enorme Leistungssteigerung gebracht - Im Herbst wird es ein großes Fest geben!“

In der Tat: Einer immer stärkeren Beliebtheit erfreut sich eine noch sehr junge Art des Leistungsfluges, die OLC-League.

19 Runden (Wochenenden) werden pro Saison geflogen. Hierbei handelt es sich um einen online-basierten Mannschaftswettbewerb, in dem die Segelflugvereine während der Hauptflugsaison von April bis August miteinander konkurrieren. Dabei müssen die Piloten in einem Zeitfenster von zweieinhalb Stunden möglichst viele Kilometer im motorlosen Flug zurücklegen. Die Flüge werden über einen Flugzeugindex, der die unterschiedlichen Leistungen der Segelflugzeuge klassifiziert, vergleichbar und gerecht zusammengerechnet. Die drei schnellsten Flüge eines Vereins kommen in die Wertung.

Nach sechs langen Jahren geht 2017 die Meisterschale wieder nach Baden-Württemberg! Zuletzt war dies der FLG Blaubeuren im Jahr 2011 gelungen. Der LSR Aalen konnte sich nach konstanter Leistung in Runde 8 erstmals an die Tabellenspitze setzen, hielt die Verfolger Donauwörth-Monheim und Bayreuth Runde für Runde auf Abstand und gab die Führung bis zum vorzeitigen Titelgewinn nicht mehr ab.

Platz Punkte Verein
 1  277  LSR Aalen (BW)
 2  234  SFG Donauwörth-Monheim (BY)
 3  204  LSG Bayreuth (BY)
 4  186  LSV Rinteln (NI)
 5  183  SFZ Königsdorf (BY)
 6  180  FG Schwäbisch Gmünd (BW)
 7  174  LSV Schwarzwald (BW)
 8  169  FLG Blaubeuren (BW)
 9  162  AC Nastätten (RP)
10 161 SFG Giulini/Ludwigshafen (RP)
11 161 FSC Odenwald Walldürn (BW)
12 143 Fliegergruppe Wolf Hirth (BW)

Michael Kost

Der Luftsportring gratuliert!!!

Manuel Bender und Stefan Hoffer belegen den zweiten Platz bei der baden-württembergischen Motorflug-Meisterschaft.

Die Meisterschaft im Motorflug besteht aus zwei separaten Wettbewerben. Dem Allgäuflug und dem Südwestdeutschen Rundflug. Die beste Mannschaft aus beiden Wettbewerben ist dann baden-württembergischer Motorflug-Meister.

Nicht nur im Segelflugsport finden Meisterschaften und Wettbewerbe statt. Auch im Motorflug. Da heißen sie unter Fliegern „Rallye“. Doch der Begriff ist irreführend. Es geht hier nicht um Schnelligkeit, sondern um absolute Präzision. Exaktes Kursfliegen, sekundengenaue Navigation verlangen von den Besatzungen höchste Konzentration. Und am Ende des Fluges muss noch eine Ziellandung gemacht werden.

Schon seit Jahrzehnten ist der Luftsportring Aalen immer wieder erfolgreich bei diesen Motorflugmeisterschaften. In diesem Jahr waren insgesamt 3 Teams vom LSR in Leutkirch dabei. Eine Mannschaft besteht immer aus zwei Piloten, die sich im Flugzeug die Aufgaben teilt. Am Wochenende vom 07.07.-09.07.2017 fand in Walldürn der 59. südwestdeutsche Rundflug statt. Zusammen mit dem Allgäuflug zählt dieser Flugwettbewerb zu den baden-württembergischen Landesmeisterschaften. Als Teilnehmer des Luftsportrings Aalen sind bei beiden Wettbewerben die Teams: Manuel Bender und Stefan Hoffer und das Team Hermann Hauber und Franz Eiseler am Start gewesen.
Beide Teams starteten in der sogenannten Wettbewerbsklasse, in welcher die besten Piloten des Landes fliegen.

Nachdem Stefan Hoffer und Manuel Bender auch in diesem Jahr wieder ganz vorne mit dabei waren und überraschenderweise beim Allgäuflug 2017 auch den zweiten Platz erflogen, war es für sie fast schon Motivation und Verpflichtung zugleich auch beim südwestdeutschen Rundflug anzutreten.

Begonnen hatte der Wettbewerbstag für die Piloten mit einem Briefing. Hier erklärt der Wettbewerbsleiter die Abläufe und Regeln des Fluges, bevor die Teilnehmer verschiedene Theorieaufgaben wie Navigation, Strecken-, Kurs- und Zeitberechnungen lösen mussten. Die Aufgaben werden exakt 30 Minuten vor dem Start ausgegeben. Im Zweiminutentakt gemäß der Aufgabenbögen wird gestartet. Im Idealfall fliegen dann auch alle Flugzeuge in diesem Abstand über die gesamte Flug-Strecke. Im Flug gilt es für die Piloten, die teilweise ziemlich kniffligen Aufgaben zu lösen.

Bei dem Südwestdeutschen Rundflug mussten Wendepunkte, Streckenbilder und Bodenzeichen aus der Luft identifiziert und sekundengenau überflogen werden. Die reine Flugdauer beträgt ca. zwei Stunden. In diesem Jahr hatten Mensch/Piloten und Material unter den besonders heißen Temperaturen zu leiden. Start war in Walldürn. Die Strecke führte zunächst südlich bis nach Bad Friedrichshall, bei Heilbronn.

Eine Ziellandung, bei der auf den Meter genau aufgesetzt werden muss, folgte mit einem Durchstartverfahren auf dem ehemaligen Militärflugplatz Niederstetten. Anschließend führte die Rallye wieder nördlich bis Giebelstadt und endete mit einer weiteren Ziellandung auf dem Flugplatz in Walldürn. Von insgesamt 15 teilnehmenden Crews erreichten Hermann Hauber und Franz Eiseler den 12. Platz. Manuel Bender aus Heidenheim und der Aalener Stefan Hoffer hatten bei der Ziellandung in Niederstetten weniger Glück. Kurz vor dem Aufsetzen wurde ihr Flugzeug von einer Windböe erfasst, etwas nach oben getragen. Trotz sofortiger Korrekturen war eine Landung in dem angestrebten Landefeld war nicht mehr möglich. Deshalb wurden wertvolle Punkte abgezogen. Aus diesem Grund konnten Stefan und Manuel nur noch den 6. Platz beim südwestdeutschen Rundflug erreichen.

In der Gesamtwertung zum Baden-Württembergischen Motorflugmeister hat es dennoch, und mit verschwindend geringer Punktedifferenz, zum 2. Platz gereicht.

Schirmherr Alois Gerig, MdB , Walter Nerdinger sowie der Referent für Motor- und Ultraleichtflug im Baden-Württembergischen Luftfahrt Verband Bernd Steck gratulierten Manuel Bender und Stefan Hoffer zum Vizelandesmeister.
Nach dieser äußerst erfolgreichen Saison in der Wettbewerbsfliegerei stehen für die beiden Piloten im nächsten Jahr die deutschen Meisterschaften an.

Michael Kost

 

Das Jahresessen für engagierte Mitglieder des Luftsportrings Aalen e.V. hat eine lange Tradition, die bis in das Jahr 1974 zurückreicht. Es ist ein kleines Dankeschön für die im Vereinsleben besonders engagierten Mitglieder, die ihre Arbeitskraft zum Wohl des Vereins im Vorstand, im Beirat, bei der Werkstattarbeit oder bei vielen anderen Aufgaben ehrenamtlich einbringen. Diese Gelegenheit nahmen knapp 60 Mitglieder mit ihren Partnern wahr, um abseits der Arbeit bei gutem Essen in geselliger Runde einen kurzweiligen Abend in der Flugplatzgaststätte verbringen zu können. Für einen ganz besonderen Gaumenschmaus im Rahmen eines viergängigen Menüs sorgte die Flugplatzwirtin Martina Achneck mit ihrem Team, die gleichzeitig ihr zweijähriges Jubiläum auf dem Flugplatz begehen konnten. Der Vorsitzende des Luftsportrings bedankte sich bei Martina Achneck für die seither geleistete Arbeit am Flugplatz mit einem bunten Blumenstrauß und verband seinen Dank mit dem Wunsch auf viele weitere gemeinsam Jahre guter Gastronomie in der Flugplatzgaststätte.

Bereits im Juli waren Robert und Peter mit dem UL im Gebirge unterwegs. Jetzt ist auch der Bericht fertig: Wenn der Steigflug zur Landung wird. Zur Nachahmung nur für gut Geübte empfohlen. Hier geht's direkt zum Flugbericht.