Frequently Asked Questions - Motorflug

FAQs - Motorflug

Beim Start muss der Pilot "Vollgas" geben - und so wie sich auch der Mensch vor einer starken Beanspruchung aufwärmen soll ist das auch bei einem (Verbrennungs-) Motor. Erst muss das Öl im Motor auf über 50°C erwärmt werden, damit es die richtige Schmierfähigkeit hat und auch bei Vollgas gut arbeiten kann, dann kann der Pilot seinen Motortest durchführen und wenn sonst alles OK ist wird er starten.

Bis der Motor seine Betriebstemperatur erreicht hat, werden all die anderen Systeme gecheckt: Die Instrumente werden überprüft und eingestellt, das Funkgerät auf die benötigten Frequenzen eingestellt und die korrekte Funktion der Steuerorgane überprüft.

Zum Schluss, wenn der Motor seine Betriebstemperatur erreicht hat, wird der "Magnetcheck" gemacht: Aus Sicherheitsgründen sind in jedem Zylinder des Motors zwei Zündkerzen eingebaut, die von zwei unterschiedlichen und getrennten Zündkreisen versorgt werden. Ob beide Zündkreise korrekt arbeiten wird überprüft, indem man die Drehzahl auf etwa 1700 U/min erhöht und dann nacheinander kurzzeitig jeweils einen Zündkreis abschaltet. Wenn der Motor nur auf einem Zündkreis läuft, dann wird seine Drehzahl etwas absinken, weil dann die Verbrennung nicht so optimal ist, wie wenn diese von zwei Zündfunken initiiert wird. Dieser Drehzahlabfall soll etwa 150 U/min betragen und auf beiden Zündkreisen gleich groß sein.

Um es zu "erden"!

Flugzeuge können sich - insbesondere im Flug - elektrostatisch aufladen und diese Aufladung bleibt recht lange bestehen, da die elektrische Ladung über die Gummiräder nicht oder nur sehr schlecht abfließen kann. Rollt man mit einem solchermaßen elektrisch aufgeladenen Flugzeug zur Tankstelle, dann könnte leicht ein Funke entstehen, der das beim Tanken entstehende Benzin-Luft-Gemisch zur Explosion bringt. Durch das Erdungskabel, das man vor dem Tankvorgang an einem Metallteil des Flugzeugs anbringt, kann die elektrische Ladung abfließen. Die Gefahr der Funkenbildung ist damit gebannt.

Motorflugzeuge haben Verbrennungsmotoren genau wie Autos, die zum Betrieb ebenfalls "Benzin" benötigen wie Automotoren. Die typischen Flugmotoren sind Konstruktionen aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts, welche den Propeller direkt antreiben - also ohne Zwischenschaltung eines Getriebes. Eine Luftschraube hat aber einen umso besseren Wirkungsgrad, je langsamer sie sich dreht. Diese Flugmotoren sind deshalb sehr großvolumige Motoren, die ihre maximale Leistung bei etwa 2500 Umdrehungen pro Minute abgeben. Durch ihre Konstruktion brauchen diese Motoren einen Kraftstoff mit besonderen Zusätzen, das in der Luftfahrt kurz Avgas (aviation gasoline) genannt wird. Unter anderem enthält Avgas für den Schutz der Ventile auch noch Blei. Da Avgas nur in relativ geringen Mengen produziert wird und somit relativ teuer ist, hat man technische Möglichkeiten gefunden, die meisten dieser Motoren auch mit normalem Autosuper (Mogas)  zu betreiben. Alle älteren Flugzeuge des Luftsportrings wurden entsprechend umgerüstet, so dass wir für unsere Flugzeuge kein Avgas mehr benötigen.

Da diese alten Flugmotoren aber einen relativ hohen Verbrauch haben (gut 30 Liter pro Stunde), hat man inzwischen modernere Flugmotoren konstruiert, welche auch nur Mogas benötigen und außerdem mit deutlich unter 20 Litern pro Stunde auch viel sparsamer sind.

Ein neuer Trend ist, in der Luftfahrt Dieselmotoren einzusetzen. So wurde beispielsweise der Dieselmotor der Mercedes-A-Klasse in einen Flugmotor umgebaut. Der Luftsportring hat inzwischen zwei Flugzeuge mit diesem Dieselmotor, die mit rund 17 Litern pro Stunde Dieselkraftstoff auskommen.

Traditionell ist unser Flugplatzfest immer in den "geraden" Jahren und meist am vorletzten Wochenende der Schulferien Baden-Württembergs. Diese Angabe ist vollkommen ohne Gewähr - trifft aber auf die letzten 10 Jahre zu :-)

Die C-160 "Transall" ist als taktisches Transportflugzeug für Einsätze auf kleinen und unbefestigten Pisten ausgelegt. Ihre Startstrecke ist mit 650m angegeben, ihre Landestrecke mit 580m. Die Asphaltpiste in Elchingen ist 1000m lang und 25m breit, mit dieser Größe ist sie also für die Transall völlig ausreichend.