Die ersten Wurzeln des Luftsportrings Aalen e.V. reichen bis in das Jahr 1908 zurück, als Gymnasiasten der Aalener Oberschule erste Flugversuche in Aalen unternahmen. Federführend war Erwin Rommel, der spätere Feldmarschall und Vater des ehemaligen Stuttgarter Oberbürgermeisters Manfred Rommel.

1930 gründeten flugbegeisterte junge Leute die erste Fliegergruppe in Unterkochen und bauten unter schwierigsten Bedingungen einen Gleiter nach den Plänen von Wolf Hirth. Das Westerfeld - der Abhang bei der heutigen Triumphstadt - diente als Fluggelände und bei Neukochen entstand 1933/34 die erste Flugzeughalle mit Werkstatt.

Nach dem Krieg hatten die alliierten Streitkräfte jegliche Privatfliegerei verboten. Noch bevor der Segelflug wieder freigegeben war, formierten sich die ehemaligen Flieger, um Vorbereitungen für einen Neubeginn zu treffen. Am 6. Januar 1951 wurde die Fliegergruppe Aalen-Unterkochen gegründet. Karl Weihermüller wird am 1.9.1951 erster Vorsitzender und Hans Richardt sein Stellvertreter.

Auf dem Areal der früheren Werkstatt entstanden in Neukochen zunächst wieder eine Flugzeughalle und darin ein erster Schulgleiter vom Typ SG38. Als Fluggelände diente wieder das Westerfeld.

Nach dem Bau weiterer Segelflugzeuge waren die Aalener Flieger auf den Fluggeländen in Steinheim und Bopfingen zu Gast. Auf der Suche nach einem eigenen Gelände entdeckten sie 1954 die Heide südlich von Elchingen auf dem Härtsfeld. Am 7. März erfolgten dort die ersten Flugversuche im Windenstart. Noch im Herbst entstand der Rohbau für eine erste Unterstellmöglichkeit von Segelflugzeugen - die heutige Halle 1, die im März 1955 bezugsfertig war.

Am 26.11.1955 landete mit einer Bücker 131 das erste Motorflugzeug in Elchingen. Die Besatzungsmächte hatten inzwischen auch den Motorflug wieder zugelassen.

Der Bau eines Fliegerheims mit Gaststätte - die heutige "alte Unterkunft" - erforderte weitere Arbeitseinsätze der Vereinsmitglieder. Parallel wurde zusätzlich der Bau weiterer Segelflugzeuge bewältigt. Am 22.07.1956 erlebte das Elchinger Fluggelände den ersten Großflugtag mit drei Flugzeugtaufen.

Die Teilnehmer des Deutschlandflugs gaben sich 1957 erstmals die Ehre, Elchingen als Zwischenlandeplatz anzufliegen. Im selben Jahr brachte ein weiterer Großflugtag Geld in die Vereinskasse, das zum weiteren Ausbau des Fluggeländes dringend erforderlich war. Am 30.08.1957 landete das erste zweimotorige Flugzeug in Elchingen.

Mit dem Bau einer weiteren Flugzeughalle - der heutigen Halle 2 - entstanden 1958 zusätzliche Unterstellmöglichkeiten für weitere Flugzeuge. Der dritte Großflugtag mit zwei Flugzeugtaufen führte wiederum mehrere tausend Zuschauer nach Elchingen.

1961 sicherte der Bau einer ersten Tankstelle die Versorgung der Flugzeuge mit Flugbenzin.

Nach dem sechsten und letzten Großflugtag im September 1962 begannen umfangreiche Erdarbeiten zur Abtragung des "Feldherrenhügels" im Osten des Platzes. Diese Maßnahme war der erste Schritt, um in Elchingen eine befestigte Startbahn in Ost-West-Richtung anlegen zu können.

1963 war der Baubeginn der neuen und jetzigen Gaststätte mitsamt den Wohnungen für den Flugleiter und die Gastwirtsfamilie.

1964 ist das Flugplatzgelände Großbaustelle und lässt nur noch eingeschränkten Flugbetrieb zu.

Nach kurzer Bauzeit konnte im Juni 1965 die erste 600m lange asphaltierte Startbahn in Betrieb genommen werden.

Die zunehmende Stationierung von privat betriebenen Motorflugzeugen erforderte 1966 den Bau einer weiteren Flugzeughalle - der Halle 3.

Begleitet von einem attraktiven Flugprogramm konnte am 31.09.1967 die neue Flugplatzgaststätte eingeweiht werden, außerdem wurden 5 Flugzeuge von Ehrengästen getauft.

1968 wurde das Flugplatzgelände im Zuge der damaligen Flurbereinigung auf 40 ha vergrößert und der Bau des Towers in Angriff genommen.

1969 erlebte Eichungen erstmals einen Segelflugwettbewerb, als dort der Ostalb-Segelflugwettbewerb ausgetragen wurde.

1970 wurde der Tower fertiggestellt und die Segelflug-Landesmeisterschaft mit 23 Teilnehmern ausgetragen.

Die Stationierung weiterer Flugzeuge ermunterte die Vereinsleitung eine weitere Flugzeughalle - die Halle 4 - zu erstellen.

Nach umfangreichen Planier- und Auffüllarbeiten konnte die bestehende Startbahn 1974 auf 900m in Richtung Westen erweitert werden.

1975 hatte der Luftsportring erstmals zu einem Flugplatzfest in der neuen Halle 4 eingeladen. Mit dieser Veranstaltung sollte an die Tradition der Flugtage der Jahre 1956 bis 1961 angeknüpft werden. Am 13.09.1975 landete Ministerpräsident Dr. Filbinger in Elchingen.

Mit dem Um- und Ausbau der befestigten Startbahn auf 1000m Länge und 25m Breite erhält Elchingen 1976 die Voraussetzungen für einen Regionalflugplatz.

Am 29.03.1978 landet erstmals ein Learjet in Elchingen. Durch den Bau eines Abwasserkanals nach Stetten wird der gesamte Flugplatz an die Kanalisation angeschlossen - eine wichtige Voraussetzung für die weitere Entwicklung des Flugplatzes. Ein gelungenes Flugplatzfest mit Feuerwerk trug zur Finanzierung dieses Projekts bei.

Erstmals war der Flugplatz Elchingen 1980 Austragungsort einer Deutschen Segelflugmeisterschaft. Der LSR hatte sich mit dem Ausbau des Campingplatzes und mit der Erstellung eines Sanitätshauses darauf vorbereitet. 96 Teilnehmer erlebten an 9 Wertungstagen einen tollen Segelflugwettbewerb. Im selben Jahr landet erstmals eine Transall der Bundeswehr in Elchingen.

Elchingen wird 1983 Zollflugplatz. Flüge in das europäische Ausland können ab sofort direkt ab Elchingen erfolgen.

Zum zweiten Mal ist Elchingen 1984 Austragungsort für deutsche Segelflugmeisterschaften mit 76 Teilnehmern, darunter zwei Gästen aus China.

Der Vintage-Glider-Club hat Elchingen 1987 für sein internationales Segelflug-Oldtimer-Treffen ausgesucht und bringt internationales Publikum nach Elchingen. Die Firma Mahler stationiert das erste zweimotorige Charterflugzeug in Elchingen, zur Unterstellung wird die Halle 4A erstellt. Erstmals landet am 6.09.1987 die Ju 52 der Lufthansa (D-AQUI) in Elchingen.

1988 ist Elchingen zum vierten Mal Austragungsort der Deutschen Segelflugmeisterschaften in der Standard- und Rennklasse mit 85 Teilnehmern.

Im Juni 1989 ist Elchingen Schauplatz der Deutschen Motorseglermeisterschaften mit 45 Teilnehmern.

1990 stirbt Karl Weihermüller - der "Vater des Flugplatzes Elchingen" - im Alter von 81 Jahren. Ein Fest "60 Jahre Fliegerei in Aalen" erinnert an die Anfänge der Sportfliegerei. Mit 73.550 Starts und Landungen hat Elchingen den Höhepunkt der Flugbewegungen erreicht.

1991 wird das Gelände im Nordwesten des Platzes für den Bau der Halle 5 vorbereitet. Mit dem Erwerb und der Auffüllung eines Grundstücks im Südosten erfährt das Flugplatzareal seine vorerst endgültige Ausdehnung.

Für die Unterstellung von Segelflugzeugen wird 1992 die Halle 5 fertig gestellt.

Hans Richardt gibt 1994 den Vorsitz an Hermann Babbel ab.

1995 bekommt der Flugplatz eine neue ICAO-Kennung und eine neue Frequenz: Aus EDTA wird EDPA und die Frequenz wechselt von 123,65 auf 121,40 MHz.

1996 wird der Tower grundlegend saniert und in der Innenausstattung neu gestaltet. Außerdem wird die Toilettenanlage der Gaststätte komplett renoviert.

Die Segelflug-Landesmeisterschaften werden 1997 zum achten Mal in Elchingen ausgetragen. Der Eingangsbereich der Gaststätte wird neu gestaltet.

Durch die Stationierung der King Air der Firma Scholz ist 1999 der Bau einer weiteren Flugzeughalle erforderlich, diese wird westlich der Halle 4 in Beton-Holz-Bauweise erstellt.

2000 wird Bruno Brandstetter erster Vorsitzender des Luftsportrings.

Mit einer beeindruckenden Jubiläumsfeier am 13. Januar 2001 begeht der Luftsportring in der Stadthalle Aalen sein fünfzigstes Wiegenfest.

Zum fünften Mal ist der Luftsportring Aalen 2002 Ausrichter von Deutschen Segelflugmeisterschaften mit 85 Teilnehmern. Mit dem Bau der neuen Tankstelle mit vier Erdtanks stellt der Luftsportring die Weichen für die Zukunft des Flugplatzes.

2004 beginnt für den Luftsportring das UL-Zeitalter: Das erste UL-Flugzeuge, eine C 42 mit dem Kennzeichen D-MULI wird angeschafft. Am 26.06. macht der Südwestdeutsche Rundflug Station in Elchingen.

Die UL-Fliegerei findet rasch viele Anhänger: 2005 wird bereits das zweite UL-Flugzeug, ebenfalls eine C 42 mit dem Kennzeichen D-MUKE beschafft.

2006 löst Wolf Becker Bruno Brandstetter in der Vereinsführung ab. Die ersten sechs Kollisionswarngeräte FLARM werden eingebaut.

2008 beginnt das Diesel-Zeitälter in Elchingen mit der Anschaffung der DA40 D-EPUZ. Das Sanitärhaus des Campingplatzes bekommt eine umweltfreundliche Luft-Wasser-Wärmepumpe.

2009 richtete der Luftsportring zum sechsten Mal die Deutschen Segelflugmeisterschaften aus, diesmal mit 100 teilnehmenden Flugzeugen in der Standard-, Renn- und Doppelsitzerklasse. An der Tankstelle wird eine Diesel-Zapfsäule und auf den Hallendächern eine Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von 410kWp installiert. Die Schleppwinde der Segelflieger wird auf Kunststoffseile umgerüstet.

2010 wird der Tower abermals innen restauriert und an die gestiegenen Bedürfnisse angepasst.

Der Luftsportring feiert 2011 seinen 60. Geburtstag. Dieser wird mit einem Sommerfest auf der Terrasse unserer Gaststätte gefeiert. Die Vorfelder der Hallen 1 und 2 erhalten einen neuen Asphaltbelag.

2012 erhält die Terrasse der Gaststätte einen neuen Belag, der Tower wird außen saniert und erhält neue Fenster.

Der Diesel-Trend setzt sich fort: Im September 2013 kommt die Diesel-Jodel D-EPTA.

2014 übernimmt Dr. Helmut Albrecht die Vereinsführung von Wolf Becker. Im Sommer ist Baubeginn der neuen Werkstatt westlich der Halle 2, das Richtfest kann noch im November gefeiert werden.

Rund 50 Vereinsmitglieder erleben 2015 eine perfekte Segelflugwoche in Lüsse. Unser Flugplatz wird an das Glasfasernetz angeschlossen und kann nun flächendeckend im Campingplatz für Mitglieder und Gäste schnelles WLAN anbieten. Aufgrund der guten Auslastung wird eine zweite Aquila beschafft und die Liegenschaften des Vereins werden mit einer neuen Alarmanlage gesichert.

Die in die Jahre gekommenen Anlagen des Vereins fordern 2016 ihren Tribut: Die Windengarage erhält ein neues Dach und unsere Gaststätte eine neue Heizung. Für die Vorbereitung der Asphaltsanierung unserer Piste werden Bohrkerne entnommen und der Geschäftsbereich Wasserwirtschaft des Landratsamts fordert eine Neukonzeption unserer Oberflächenwasserversickerung. Im Juli richtet der LSR den Südwestdeutschen Rundflug im Gedenken an Hans Richard aus und unsere DA-40 bekommt den stärkeren CD-155. Sorgen bereitet der Windkraft-Hype der Landesregierung: Im Norden des Platzes ist ein Vorranggebiet ausgewiesen, dessen projektierte Anlagen den Einflug in die Platzrunde bei marginalen Wetterbedingungen unmöglich machen würden.